Chi-Maschine Wirkung & Erfahrungen

Was ist Chi - die Natur des Chi erklärt

Chi LebensenergieAuf dieser Seite erfährst du was es mit dem Chi auf sich hat, welches die Chi-Maschine auslösen soll. Bei der Chi-Maschine kommt es nach der Behandlung zu einem angenehmen Kribbeln im ganzen Körper. Man spricht hiervon auch von der Aktivierung des Chi.

In China wird es Qi oder Chi genannt, in Japan sagt man Ki und in Korea spricht man vom Gi – gemeint ist aber das Gleiche, nämlich die Lebensenergie, die auf definierten Längsbahnen des Körpers, den Meridianen, zirkuliert und die, wenn sie blockiert wird, den steuernden Einfluss auf die Körperfunktionen nicht mehr wahrnehmen kann. Vielfach wird das Chi auch als Lebensatem oder Lebensfluidum beschrieben, doch wörtlich übersetzt bedeutet es Luft, Hauch, Äther, aber auch Kraft, Temperament oder Atmosphäre und mit dem Chi werden auch die Emotionen bezeichnet, welche die Funktion des Körpers beeinflussen, denn negative Gedanken und Erwartungen blockieren das Chi, während Heilen bedeutet, den Geist der Gedanken in die Freude zu lenken. Übertragen auf unser christliches Verständnis von Religion, kann man das Chi wohl am ehesten mit dem göttlichen Geist gleichgesetzt werden, von dem sich der Gläubige inspiriert fühlen darf, wenn er seiner Intuition, also seiner inneren - göttlichen - Stimme vertraut.

Das Chi ist darum auch ein Begriff der eigenen, authentischen chinesischen Religion und der Philosophie des Taoismus (auch Daoismus), der „Lehre des (richtigen) Weges“ und nach seiner modernen Auffassung steht das Chi auch für die Tätigkeit des neurohormonalen Systems.

Wie im christlichen Glauben, der davon ausgeht, dass Gott zunächst einmal aus dem großen Ganzen des Universums den Himmel und die Erde, sowie die Polarität von Tag und Nacht schuf, entstand auch nach der Vorstellung der Daoisten die Welt aus dem ursprünglichen Chi (Yuanqi), indem die Gegensätze Yin und Yang noch eine Einheit bildeten. Erst als diese Einheit geteilt wurde, stieg das, was Yanggi empfing, hell und klar empor und wurde Himmel, was Yinqi erhielt, wurde dunkel und schwer und sank zur Erde. Im ausgewogenen Maß flossen Yin und Yang aber dem Menschen zu und so bildet er die Mitte zwischen Himmel und Erde.

Laozi - der alte Meister

Das Chi findet sich auch als zentraler Begriff des Taoismus, bereits im 42. der insgesamt 81 Kapitel des in zwei Bücher unterteilten Daodejing, das in älteren Umschriften auch als Tao te king, Tao te ching oder nach seinem legendären Verfasser, dem Denker Laozi bezeichnet wird und dessen historisch gesicherte Ursprünge im 4. Jahrhundert v. Chr. liegen. Vielfach wird auch bezweifelt, dass es einen Denker namens Laozi, was aus dem Chinesischen in den deutschen Sprachgebrauch übersetzt so viel wie „der alte Meister“ heißt, als zumindest geistigen Autor des Daodejing wirklich gegeben hat, denn seine Biographie ist von Legenden umrankt.

Sein Leben und Wirken soll zur Zeit der Frühlings- und Herbstannalen im 6. Jahrhundert v. Chr. statt gefunden haben und damit lebte er zu einer Zeit, die von Unruhen und Kriegen geprägt war. Insofern machten sich auch viele Gelehrte Gedanken, welchen Weg es geben kann, um wieder zum Frieden und zur Stabilität zurück zu finden und damit wurden dieses Jahrhundert auch gleichzeitig auch zur Blütezeit der chinesischen Philosophie und zur Zeit der „Hundert Schulen“.

Vielleicht ist also der Daojing einfach das Ergebnis ihrer gesammelten Gedanken ihrer Erleuchtung und Inspiration und basiert nicht nur auf den Worten eines einzelnen Denkers, denn das Buch, welches aus zwei Teilen besteht und im ersten Teil das Tao (Dao) und im zweiten das De behandelt, stellt jedoch keine logisch aufgebaute Konstruktion einer Weltanschauung dar, sondern erscheint vielmehr als eine ungeordnete Sammlung mystischer Aphorismen, die zu eigener, subjektiver Interpretation anregen. Insofern entstanden im Lauf der Zeit auch mehrere hundert Kommentare als Auslegungen des Texts sowie Hunderte von verschiedenen Interpretationen durch voneinander abweichende Übersetzungen.

Fakt ist aber, dass auch das Daodejing eine solche Lehre vom Streben nach Frieden enthält, mit dem es sich ursprünglich an die kriegsführenden Herrscher richtete und es handelt sich beim Daodejing um ein Buch (Jing), in welchem es um das Weltgesetz und seinen Weg (Dao oder Tao), respektive um dessen Wirken (De) geht, denn das Tao (Dao) ist „der beständige, wahre Weg“, „ein Weg ohne Weg, ein Weg, der unter den eigenen Füßen entsteht, indem man ihn geht“ (Quelle Laotse: Tao Te King, Kap. 1. Zitiert nach G. Wohlfart, „Laozi: Daodejing“ in: Franco Volpi (Hrsg.): Großes Werklexikon der Philosophie, Stuttgart 2004).

Tao

Das Tao (Dao) bedeutet also nichts anderes, als im Vertrauen auf eine höhere allmächtige Führung, quasi dem „All in Allem“ nicht zu planen, was man tut und nicht in eine bestimmte Richtung zu streben, für die man sich nach langem Überlegen, seinem Verstand vertrauend, vernünftigerweise entschied, sondern im Augenblick des Moments zu leben und seinen Fuß stets dahin zu setzen, wohin die göttliche Erleuchtung, respektive das Tao einen lenkt – auch wenn der Weg, der vor einem liegt und die wahrscheinlichste Zukunft dabei nicht ersichtlich ist und man quasi jede Sicherheit, welche einem die Materie verspricht, loslässt, um einfach der Inspiration des Göttlichen – oder eben des Tao - zu folgen.

Doch um diesen Weg finden und gehen zu können und damit am Tao (Dao) teilzuhaben, bedarf es des „De“, also quasi der Achtsamkeit des Menschen, dem es nicht um Macht und Anerkennung geht und der darum auch nicht in den Augen seiner Mitmenschen im Außen leuchtet, aber der trotzdem, oder gerade darum, überaus wohltuend auf seine Mitgeschöpfe wirkt. Er beeinflusst nicht deren freien Willen zu seinen Gunsten, erwartet keinen Vorteil, verlangt nichts für sich und schadet damit auch niemanden und er übt sich in Güte gegenüber Freunden und Feinden. Er missioniert nicht, greift nicht in den Gang der Dinge ein, damit alles zu seiner natürlichen Ordnung finden kann und ist damit dem Suchenden ein Vorbild und dem weltlichen Menschen kein Hindernis. Somit fördert er durch sein „Nicht-Tun“, respektive „Tun ohne Tun“ oder „das Handeln der Weisen, das ein Nicht-Handeln ist“ (chinesisch Wu Wei) den segensreichen Lauf aller Dinge – man könnte auch, übertragen auf den esoterischen Sinn des Kosmischen Ganzen oder des Universellen sagen, dass er sich vom Göttlichen inspirieren lässt und nur nach seiner Intuition, respektive seinem „Bauchgefühl“ handelt, die er als „Stimme Gottes“ wahrnimmt, weil durch die Seele als Teil des Göttlichen, auch die Verbindung mit dem Göttlichen möglich ist.

Durch die Texte im Daodejing erhielt die chinesische Weltanschauung bezüglich des Tao (Dao) seine zentrale Stellung und seine besondere, universale Bedeutung. Die ursprüngliche Übersetzung des chinesischen Wortes Tao (Dao) lautet eigentlich „Weg“, aber im klassischen chinesischen Sprachgebrauch wird es mit „Methode“, „Prinzip“ oder auch „der rechte Weg“ übersetzt und Laozi gibt ihm die Bedeutung eines der ganzen Welt zugrunde liegenden, alldurchdringenden Prinzips. In der europäischen Kultur könnte man es mit dem „Göttlichen“ gleichsetzen, denn es bezeichnet die höchste Wirklichkeit und das höchste Mysterium, die uranfängliche Einheit, das kosmische Gesetz und Absolute, aus dem die „zehntausend Dinge“, also der Kosmos, und auch die Ordnung der Dinge entsteht. Im Gegensatz zum Göttlichen wird dem Tao aber kein omnipotentes Wesen zugeschrieben, sondern es ist der Ursprung und die Vereinigung der Gegensätze, womit es letztlich undefinierbar ist. Doch auch im Taoismus gilt, dass nur die Übereinstimmung mit dem Tao (Dao) zu wahrem und dauerhaften Glück führt und das Eingebundensein in die Materie des Weltlichen zum Niedergang der wahren Tugend führt – man also das De nicht haben und vom Tao (oder vom Göttlichen) erleuchtet werden kann, wenn man vor allem nach Komfort und weltlichem Reichtum strebt und sich nicht an einer geistigen (göttlichen) Führung orientiert und achtsam lebt, um ein wahrhaft wertvoller Mensch zu sein, der des äußeren Glanzes nicht bedarf, um zu leuchten, weil sein Strahlen aus seinem Inneren dringt und nicht vom materiellen Erfolg poliert werden muss.

Um nun aber nach dem Ausflug in das Tao und die chinesische Philosophie zum Chi zurückzukehren, soll erwähnt sein, dass auch diese „Energie des Geistes“ zum Tao gehört und das „De“ nicht erreicht werden kann, wenn das Chi blockiert wurde.

Göttliche Lebensenergie

Man könnte also das Chi auch als die „göttliche Lebensenergie“ bezeichnen, die beim glücklichen und somit gesunden Menschen immer im Fluss ist, denn Stillstand bedeutet Krankheit, Sorgen und Angst. Insofern spielt das Chi, respektive es im Fluss zu halten, eine sehr große Rolle in der alternativen Behandlung und Heilung von Krankheit.

Auch die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) basiert darauf, das blockierte oder gestörte Chi durch die Stimulation der betreffenden Meridiane (der definitern Längsbahnen im Körper, über die das Chi im Körper zirkuliert) zu aktivieren. Hierzu werden entweder verschiedene reflektorische Massage- oder Klopf-, respektive Drucktechniken angewendet, mit denen die Akupressurpunkte angesprochen werden, für die sowohl die Hände (Akupressur), als auch die Füße oder der ganze Körper (Shiatsu) verwendet werden können.

Von der Schulmedizin wird die Wirkung der reflektorischen Behandlungen, die Blockaden des Chi lösen sollen, meistens angezweifelt, denn ihre Wirkungsweise ist wissenschaftlich nicht nachweisbar, weil ihnen der Heileffekt der Reflexbögen zu Grunde liegt, der die Gesundung eines kranken Organs nicht aktiviert, indem sie die Stelle behandelt, an der das Organ liegt, sondern die Körperregion, welche das Organ repräsentiert, respektive den Meridian, der blockiert ist. Die Signale der Behandlung werden durch das Netz der Muskelhäute geschickt, um so die Organe und das Gewebe reflektorisch beeinflussen, auch wenn sie keine direkte Behandlung erfahren. Ebenfalls zu den Massagen mit reflektorischer Wirkung gehört die Akupunkt Massage nach Penzel (APM), welche ab den 50er Jahren von dem deutschen Masseur Willy Penzel entwickelt wurde. Obwohl sie keine Kenntnisse der TCM voraussetzt, lehnt sie sich doch in ihrer Behandlungstechnik eng an die chinesische Tuina an. Ähnlich der Akupressur spricht sie die Meridiane an, wobei der Therapeut hierfür ein Metallstäbchen benutzt, mit dem er die Längsbahnen des Körpers stimuliert, damit das Chi wieder ungehindert zirkulieren kann. Auch die Akupunktur zählt zu den reflektorischen Behandlungen, die Blockaden des Chi lösen sollen. Hierfür werden die Meridiane mit Nadeln stimuliert und damit entstört.

Grundsubstanz des Kosmos

Eine weitere wichtige Rolle spielt das Chi als Immaterielle Grundsubstanz des Kosmos, als die es der daoistische Philosoph Zhuangzi definiert und für die traditionellen chinesischen inneren Kampfkünste, die im Gegensatz zu den äußeren chinesischen Kampfkünsten kein rein körperlicher Prozess sind, sondern den geistigen und meditativen Aspekt stark betonen, bildet das Chi die ideelle Grundlage. Bei diesen Kampfkünsten, welche vom Chi beeinflusst werden, dient es zwar auch der Kontemplation der Kraft und der Konzentration im Kampf, aber vor allem beeinflusst es die Persönlichkeitsentwicklung, denn bei einem Meister der inneren Kampfkünste soll nicht wie bei den meisten äußeren Kampfkünste, wie beispielsweise den Shaolin-Kampfkünsten oder auch beim Karate, die Entwicklung von Geschicklichkeit und Muskelkraft gefördert werden, sondern durch den Fluss und die Zirkulation soll das Chi die innere Ruhe des Meisters so deutlich sichtbar werden lassen, dass er schon aufgrund dessen, dass er so überlegen wirkt, dass niemand ihn angreifen wird, seine Kampfkunst nie anwenden muss. Hinter den inneren Kampfkünsten steckt auch der daoistische Gedanke, dass Hartes durch Weiches besiegt werden kann, weil es diesem keinen direkten Widerstand entgegensetzt. Voraussetzung hierfür ist ein harmonischer Einklang von Geist und Körper, der zu einem stärkeren Körperbewusstsein und einer besseren Wahrnehmung der eigenen Bewegungen führt, die stets fließend und entspannt ausgeführt werden.

Wie das Göttliche beim gläubigen Christen die einzige konstante Größe in einer sich ständig veränderten und vom Wandel bewegten Wirklichkeit ist, bedeutet das Chi Ähnliches für den Anhänger des chinesischen Daoismus, nach dessen Auffassung das Chi alles durchdringt und begleitet, was existiert und geschieht. So ist das Chi Teil der materiellen und geistigen Substanz, aus dem das Universum besteht – und das nicht nur für die Verfechter der alten chinesischen Kultur, sondern für viele Asiaten, deren Weltverständnis bis heute von der Vorstellung der Existenz des Chi geprägt ist. Allerdings fand es auch Zugang zu verschiedenen Religionen und wird beispielsweise in Indien als „Prana“ bezeichnet. Der adaptierte Begriff des Chi wurde, verbunden mit dem, mit diesem Begriff verbundenen Konzept, auch seit dem 19. Jahrhundert in das Denken vieler westlicher Menschen übernommen und besonders durch die Verbreitung esoterischer Lehren wurde das Chi zum Bestandteil des westlichen Sprachschatzes: Im Zusammenhang mit dem Feng Shui wird das Chi bei der Einrichtung von Wohnräumen berücksichtigt, das Chi der Erde trägt das Haus, das Chi der Sonne lässt Pflanzen besser wachsen, das Chi der Mutterliebe behütet das Kind und ist das Chi der Leber im Fluss, dann wird dadurch die verbesserte Durchblutung des gesamten Körpers angeregt.

Der Fluss des Chi beeinflusst aber auch den Atem – und zwar nicht nur den aller Menschen und Tiere, sondern auch den der Natur und den des Kosmos, sowie den von Himmel und Erde. Die Energie ist demnach beim Einatmen positiv, weil die Luft rein und unverbraucht ist und beim Ausatmen negativ, weil sie verbraucht ist. Wer darum Atemübungen machen möchte und dem Einfluss des Chi vertraut, der wird überzeugt sein, dass die positive Energie nur zwischen Mitternacht und Mittag aufgenommen werden kann, weil die Erde, der Himmel und der Kosmos dann einatmen, während von Mittag bis Mitternacht Atemübungen unterbleiben sollten, weil dann das Ausatmen statt findet und damit nur negative Energien aufgenommen würden.